Julia Keller (Bild) führt mit 14 Treffern die Torschützenliste an, vor ihrer Kollegin Kira Winter (13). Foto: Joachim Mentel
Die Löwinnen ließen gegen den TSV Solln nichts anbrennen, gewannen sicher mit 9:1. Je dreimal trafen Kira Winter und Julia Keller. Die weiteren Tore erzielten Wien Tuwi, Lisa Städtler und Julia Ennen.
Von Anfang an zeigten die Sechzgerinnen, wer das Sagen im Löwenkäfig hat. „Es hat sich nicht die Frage gestellt, wer als Sieger vom Platz gehen wird“, sagt Trainer Lorenzo Tonello. „Die Mädels haben ihren Stiefel heruntergespielt.“ Trotzdem gab es durch das Gegentor auch einen Grund zum Ärgern. „Das haben wir uns wieder selbst reingehauen, das war absolut unnötig. Aber bei 9:1 ist das Jammern auf hohem Niveau.“
Bei den Gegnerinnen hatten zwei Leistungsträgerinnen gefehlt. „Das hat man auch gemerkt“, so der 27-jährige Coach der Löwinnen. „Im Vergleich zur Hinrunde war Solln schwächer. Solche Spiele sind immer am gefährlichsten. Nichtsdestotrotz haben unsere Mädels Selbstbewusstsein und Respekt vor den Gegnerinnen gezeigt, ihr Ding durchgezogen und nicht auf die leichte Schulter genommen. Wir haben einfach unser Spiel gemacht.“
Wien Tuwi eröffnete in der 9. Minute den Torreigen. Bereits nach einer halben Stunde führten die Löwinnen mit 4:0. Ein Schönheitsfleck war das Gegentor durch Amelie Bauer (32.), was aber nichts an der Überlegenheit der Sechzgerinnen änderte. In die Pause gingen sie mit einer 5:1-Führung, um im zweiten Durchgang nochmals vier Treffer nachzulegen.
Trotz des klaren Erfolges war einmal mehr die Chancenverwertung ein Thema. „Wir hatten noch sechs, sieben hundertprozentige Möglichkeiten, die wir nicht reingemacht haben“, bemängelte Lorenzo Tonello. „Da müssen wir uns noch verbessern, auch wenn es vielleicht bei einem 9:1 lächerlich erscheint. Aber wir wollen so nah wie möglich an die Perfektion kommen und dann müssen wir eben von den hundertprozentigen wenigstens die Hälfte reinmachen. Aber sonst haben die Mädels ein top Spiel gezeigt.“
Nächste Woche geht’s zum FC Fasanerie-Nord I, die in der Tabelle auf einem Mittelfeldplatz rangieren. „Dort wollen wir wieder die drei Punkte einsammeln“, lautet die Vorgabe des Trainers, die bei bisher 13 Siegen aus 13 Spielen nicht überraschend kommt. Neben der Meisterschaft ist sicherlich eine verlustpunktfreie Saison ein weiteres Ziel der Sechzgerinnen.
STENOGRAMM
Frauen Kreisliga München 1, 13. Spieltag, Samstag, 21.03.2026, 17.30 Uhr
TSV 1860 München – TSV München-Solln 9:1 (5:1)
Tore
1:0 Wien Tuwi (9.), 2:0 Kira Winter (15.), 3:0 Julia Keller (22.), 4:0 Kira Winter (30.), 4:1 Amelie Bauer (32.), 5:1 Julia Keller (36.), 6:1 Julia Keller (46.), 7:1 Lisa Städtler (54.), 8:1 Kira Winter (69.), 9:1 Julia Ennen (74.)
Gelbe Karten
Stefanie Stepberger –
Zuschauer
60 Sportanlage St.-Martin-Straße
Schiedsrichter
Philipp Hasl


