Jannik Schloßer (Mitte liegend) hat gerade per Kopf die 1:0-Führung erzielt. Foto: Joachim Mentel
Die dritte Herrenmannschaft des TSV München schiebt sich in der Kreisliga München 2 immer näher an Platz zwei heran. Beim 4:2-Sieg über die DJK Pasing machte sich das Team von Trainer Roberto Kuri nach 4:0-Pausenführung das Leben selbst schwer. Die Treffer für die Löwen erzielten Jannis Schloßer, Kenyan Price, Philipp Baumann und Josef Tohmaz.
Das Team von Trainer Roberto Kuri ließ zu Beginn des Spiels keinen Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Die DJK Pasing, in der Tabelle direkt hinter den Sechzgern auf Rang fünf platziert, lag nach der Hälfte der ersten 45 Minuten bereits mit 0:4 zurück. Die vier Treffer fielen innerhalb von zwölf Minuten. Ein Eckball von rechts durch Felix Rothe geriet etwas zu lang, Josef Tohmaz setzte nach, brachte den Ball von links zurück in die Mitte, wo der eigelaufene Jannis Schloßer aus sechs Metern ungehindert zur Führung einköpfte (10.). Ein langer Einwurf von der rechten Seite durch Marco Gröschel bekamen die Gastgeber nicht geklärt, der Ball fiel Kenyan Price vor die Füße, der aus elf Metern in zentraler Position keine Probleme hatte, das Spielgerät zum 2:0 zu versenken (14.). Das 3:0 war ein Treffer der Marke „Traumtor“. Philipp Baumann nahm einen abgewehrten Ball aus etwa 30 Metern direkt, schweißte ihn über Torwart Marco Bacak unter die Latte (20.). Der vierte Löwen-Treffer entsprang einer Pressing-Situation. Jannis Schloßer stellte den Passweg von Atmir Bakija halbrechts zu, kam an die Kugel, legte quer in die Mitte auf Josef Tohmaz, der nur noch einschieben brauchte (22.). Die Gastgeber konnten einem leidtun, wurden sie doch regelrecht von den Sechzgern überrollt. Nach und nach erholten sie sich jedoch von dem Schock und hatten in der 33. Minute durch John Edebiri einen Kopfballtreffer an den Außenpfosten zu verzeichnen. Mit einer beruhigenden 4:0-Führung für die Sechzger ging es in die Kabine.
Die Partie schien gelaufen. Doch nach knapp einer Stunde handelten sich die Löwen einen Foulelfmeter ein. Jens Förtsch übersah im Strafraum einen nachsetzenden Angreifer, traf bei seinem Klärungsversuch Ball und Gegner. Der souverän leitende Schiedsrichter Fabian Balasch entschied auf Elfmeter (58.). Ingo Evertz verwandelte diesen gegen Marius Koskowski sicher (59.). Fünf Minuten später musste der 1860-Keeper erneut hinter sich greifen. Nach einem Eckball war Dominik Oberleitner mit dem Kopf zur Stelle, verkürzte aus 2:4 (64.). Die Löwen-Dritte wackelte kurz, erholten sich aber schnell wieder von dem Doppelschlag und brachten danach die Zwei-Tore-Führung souverän über die Zeit.
1860-Trainer Roberto Kuri hatte an der 1. Halbzeit wenig auszusetzen. „Natürlich waren da ein, zwei Situationen, die wir hätten vermeiden können, aber alles in allem bin ich natürlich zufrieden mit einem 4:0 zur Pause. Wir waren konsequent und haben unsere Chancen genutzt.“ So ganz konnte sich der 45-Jährige nicht erklären, wieso sein Team nach Wiederanpfiff nochmals in die Bredouille geriet. „Wir kommen top motiviert aus der Halbzeit raus und denken, dass wir noch ein, zwei Dinger nachlegen können.
Doch dann haben wir uns unnötig schwergetan, haben einen dummen Elfmeter verursacht. Das war ein Knackpunkt. Die zwei Tore innerhalb kurzer Zeit haben den Gegner gepusht und selbst sind wir unnötigerweise hektisch geworden“, beschreibt Roberto Kuri die Situation. Nach der kurzen Schwächephase hätte seine Mannschaft aber wieder alles im Griff gehabt. „Das hat sich schnell eingerenkt und wir haben es sauber zu Ende gespielt. Wir sind nie Gefahr gelaufen, das Spiel zu verlieren.“
Für Roberto Kuri war es keine gewöhnliche Partie, schließlich kam er wie sein Vorgänger Beppo Gutsmiedl im Sommer von der DJK Pasing zu den Löwen. „Gegen den Ex-Verein zu spielen, ist immer was Besonderes. Ich habe noch viele Freunde dort und es waren relativ viele Zuschauer da gewesen, das Wetter hat auch gepasst. Es war ein faires Spiel, das allen Spaß gemacht hat!“
Die Löwen-Dritte setzte ihre Serie fort. Es war das elfte Spiel in Folge ohne Niederlage (9 Siege, 2 Remis). Da der zweitplatzierte SV München West im Spitzenspiel gegen den Ersten, den FC Kosova, mit 2:3 unterlag und der drittplatzierte FC Fürstenried zu Hause gegen den FC Alte Haide-DSC nicht über ein 1:1 hinauskam, liegen die Sechzger mit 38 Punkten nur noch zwei Zähler hinter Platz zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde. Der FC Kosova ist bei 50 Punkten den anderen Teams bereits enteilt.
Salif Boubacar (v. re.), und Kenyan Price gratulieren Josef Tohmaz zum Treffer zum 4:0. Foto: Joachim Mentel
STENOGRAMM
Herren Kreisliga München 2, 18. Spieltag, Sonntag, 22.03.2025, 15 Uhr
DJK Pasing – TSV 1860 München III 2:4 (0:4)
Tore
0:1 Jannis Schloßer (10.), 0:2 Kenyan Price (14.), 0:3 Philipp Baumann (20.), 0:4 Josef Tohmaz (22.), 1:4 Ingo Evertz (59., Foulelfmeter), 2:4 Dominik Oberleitner (64.)
Gelbe Karten
Kaan Karagöz – Jeffrey Ebert, Leon Schleich, Salif Boubacar
Zuschauer
130 Bezirkssportanlage Agnes-Bernauer-Straße
Schiedsrichter
Fabian Balasch


