Noch kann die Mannschaft nicht alles umsetzen, was Trainer Perica Anusic von ihr verlangt. Foto: Joachim Mentel

Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München startet am Sonntag, 23. August 2026, Uhr beim TSV Poing in die Saison 2026/27. Anpfiff im Sportzentrum Poing (Am Hanselbrunn, 85586 Poing) ist um 14 Uhr. Vieles ist neu – vor allem der Champions-League-Modus mit 40 Mannschaften (Siehe Bericht: Drittes Herrenteam spielt künftig im Champions-League-Modus).

Aber nicht nur der Modus, auch der Coach und einige Spieler sind neu bei den Sechzgern. Perica Anusic hat das Traineramt von Roberto Kuri übernommen. Der 41-jährige Kroate lebt seit zehn Jahren in Deutschland. Auch sechs Spieler schnüren erstmals die Fußballschuhe für die Amateur-Löwen.

Das Torhüterteam wird ergänzt durch den 19-jährigen Justus Heinemann, der aus dem Nachwuchs des TSV Hohenbrunn kommt. Die Abwehr verstärken Maximilian Hänle (22) vom niederbayerischen Bezirksligisten SV Neufraunhofen, ausgebildet beim TSV Dorfen, und Alejandro Nicolas Serban Cordos. Der 24-Jährige spielte zuletzt für den TSV Blaustein in der Bezirksliga Donau/Iller. Zuvor war er zwei Jahre für Landesligist Türkspor Neu-Ulm aktiv. Mehr Qualität fürs Mittelfeld versprechen gleich drei Spieler: Cornelius Fichtner (26), der zuletzt beim württembergischen Verbandsligisten TSG Hofherrnweiler-Unterrombach spielte und aus der Jugend des VfR Aalen stammt. Ebenfalls im Mittelfeld zu Hause ist Tobias Jost (26), der bei der TuS Koblenz ausgebildet wurde. Der dritte im Bunde ist der 30-jährige Ihor Yarovoi, der zwei Jahre mit Türkspor Augsburg in der Bayernliga gegen die U21 der Löwen spielte und nun nach einer längeren Pause wieder mit dem Fußball begonnen hat.

Nicht alles lief in der Vorbereitung rund, erzählt Trainer Perica Anusic. „Wir haben teilweise gut, teilweise schlecht, teilweise sehr gut, aber teilweise auch ohne Ideen gespielt.“ Es sei eine „richtig schwierige Vorbereitung“ gewesen. Noch immer hat das Team die von ihm geforderte Spielweise nicht gänzlich umgesetzt. Die Transformation von Umschaltspiel zu dem von Perica Anusic präferierten Ballbesitz-Fußball sei nicht abgeschlossen. „Wir tun uns da immer noch schwer.“

Bei der Generalprobe vor dem Ligastart, dem 5:1-Sieg über die SpVgg 1906 Haidhausen II (Tore: Jannis Schloßer und je zweimal Kenyan Price und Mario Krischel), war der Coach nur mit der letzten halben Stunde zufrieden. „Das hat richtig gut ausgeschaut, aber davor haben wir uns gequält.“ Gegen kompakt stehende Mannschaft habe sein Team Probleme. „Wenn der Gegner komplett hinten zumacht, fehlen uns die Ideen, um die Lücken zu finden.“, hat der B-Lizenz-Inhaber erkannt.

Tobias Jost ist einer von sechs Neuzugängen, die ins Team integriert wurden. Foto: Joachim Mentel

Auch die Integration der neuen Spieler ist nicht abgeschlossen. „Manche waren früher da, andere sind später dazugekommen, einige haben ein halbes oder ganzes Jahr nicht gespielt“, erklärt er. Zudem ist aufgrund der Ferienzeit nicht der komplette Kader an Bord. Dazu hätten manche Probleme mit der deutschen Sprache. „Das zeigt sich dann auf dem Platz, wenn wir was umstellen wollen. Das war heute im Spiel sichtbar. Der Spieler hat einfach nicht verstanden, was wir von ihm wollen. Aber das ist auch okay. Das ist normal, das ist ein Teil der Entwicklung“, hat Perica Anusic Verständnis, der selbst nach Deutschland kam, ohne der Sprache mächtig zu sein.

Beim Saisonziel wird der Trainer deutlich. „Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Das ist klar!“ Konkret nennt er einen Platz zwischen Rang zehn und zwölf in der 40er-Liga. „Das ist unser Ziel. Mal schauen, was passiert. Wenn wir uns oben reinkämpfen, dann ist alles möglich. Aber es ist sehr schwierig einzuschätzen, weil die Liga komplett anders als bisher ist – auch gegen wen wir spielen und ob auswärts oder zuhause.“ Erst so nach zehn Spielen könne man ein erstes Fazit ziehen. „Dann haben wir Klarheit, wissen, wo wir stehen!“

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