Gleich viermal traf Mario Krischel gegen den TSV 54 – DJK München. Foto: Joachim Mentel
Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München beim TSV 54 – DJK München einen 11:0-Kantersieg, der sogar bei besserer Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können. Gleich viermal traf Mario Krischel, zweimal Nicolas Barth und je einmal Joel Deiga, Debütant Rafael Peinado Garcia, Cornelius Fichtner, Peter Lettenbauer und Josef Tohmaz. Damit schoben sich die Sechzger in der 40er-Liga auf Rang drei vor.
Es begann optimal für die Amas. Nach einer Flanke von rechts landete der Abpraller genau vor den Füßen von Mario Krischel, der aus neun Metern keine Probleme hatte, den Ball zur Führung einzuschieben (1.). Die Latte verhinderte zunächst den zweiten Treffer von Mario Krischel. Nach Eckball von links durch Nicolas Barth war er mit dem Kopf zur Stelle, traf aber nur Aluminium (19.). Vier Minuten später scheiterte der Stürmer erneut. Diesmal war es Keeper Serhat Karahan, der aus seinem Tor gekommen war, den Winkel verkürzte und den Schuss im Strafraum im Eins-gegen-Eins parierte (23.). Im dritten Anlauf klappte es mit dem zweiten Treffer. Nicolas Barth hatte nach einem Sololauf den Ball an den linken Pfosten gesetzt, Mario Krischel verwertete den Abpraller zum 2:0 (26.). Nun brachen beim Gegner alle Dämme. Rafael Peinado Garcia, der sein erstes Spiel für die Sechzger machte, setzte sich schön auf der rechten Seite durch, passte flach in die Mitte, wo Joel Deiga nur noch ins leere Tor einschieben musste (28.). Drei Minuten später ein Traumtor von Nicolas Barth. Nach einer Ecke wurde der Ball nach hinten abgewehrt. Aus über 20 Meter hielt er direkt drauf und traf ins linke Kreuzeck zum 4:0 (31.). Wiederum zwei Minuten später stand Rafael Peinado Garcia nach Pass in die Tiefe halbrechts vollkommen frei, netzte aus zwölf Metern ins linke untere Eck zum 5:0 ein (33.). In der 37. und 38. Minute hätte Mario Krischel das halbe Dutzend vollmachen können. Erst kam er frei an der Fünferkante zum Abschluss, setzte den Ball aber übers Tor. Dann nahm er Lion Toure als letztem Mann die Kugel ab, steuerte alleine auf den Torwart zu, der lenkte den Schuss mit einem Reflex an den rechten Pfosten. So blieb es Cornelius Fichtner vorbehalten, das 6:0 zu erzielen. Er kam aus dem Rücken von Lion Toure, nahm ihm die Kugel vom Fuß, lief aufs Tor zu und vollendete aus kurzer Distanz (45.).
Wer nun gedacht hatte, dass es die Löwen in der 2. Halbzeit ruhiger angehen lassen werden, sah sich getäuscht. Bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff traf Nicolas Barth zum 7:0. Es war sein nächstes Traumtor. Nach einem abgewehrten Freistoß nahm er das Spielgerät aus 18 Meter direkt aus der Luft, hämmerte es ins linke untere Eck (52.). Erstmals musste 1860-Keeper Justus Heinemann nach über einer Stunde eingreifen. Einen Drehschuss von Ioannis Zefalis parierte er jedoch sicher zur Ecke (63.). Ansonsten ging es immer nur in eine Richtung. Ein hoher Ball in die Spitze konnten die 54er zwar abwehren, doch den Abpraller hämmerte Peter Lettenbauer aus 22 Metern zum 8:0 ins linke Kreuzeck (70.). Einer von vielen schönen Spielzügen krönte in der 71. Minute Mario Krischel mit seinem dritten Treffer. Josef Tohmaz hatte halblinks die Kugel direkt zu Peter Lettenbauer weitergeleitet, der sah, dass Mario Krischel am zweiten Pfosten eingelaufen war, passte den Ball zu ihm, wo er ihn nur noch aus kurzer Distanz ins leere Tor zum 9:0 einschieben musste. Auch das 10:0 ging auf ihn. Robert Scheel war mit seinem Schuss noch am Keeper gescheitert, wieder stand Mario Krischel goldrichtig, markierte Treffer Nummer vier (86.). Den Schlusspunkt setzte Josef Tohmaz. Zunächst hatte er sich auf der linken Seite durchgesetzt, alle rechneten mit einer Hereingabe nach innen, doch frech schloss er aus spitzem Winkel selbst ab, traf zum 11:0-Endstand ins lange Eck (89.).
Rafael Peinado Garcia gab sein Debüt im 1860-Triko mit einer überragenden Leistung. Foto: Joachim Mentel
Trainer Perica Anusic überließ die anschließende Analyse seinem Co-Trainer Dennis Depaoli und Kapitän Kenyan Price. „Es war ein gutes Spiel. Die Jungs haben das auf den Platz gebracht, was wir sehen wollten“, erklärte der Co-Trainer kurz und bündig. „Es war schwierig, nach dem 6:0 zur Pause nochmal einen draufzulegen. Aber man hat in der 2. Halbzeit gesehen, dass die Jungs heiß sind und einfach weitermachen wollten. Dabei haben heute wieder einige Spieler wegen Krankheit, Verletzung oder Urlaub gefehlt.“
„Mich freut besonders, dass wir das zweite Mal in Folge zu Null gespielt haben. Letzte Woche gegen Dachau 3:0 und heute 11:0.“ Kenyan Price fand, wie Co-Trainer Dennis Depaoli, die 2. Halbzeit beeindruckend. „Es ist schwer, wenn du so überlegen bist, nicht nachzulassen und dann nochmal einen draufzusetzen“, sagte er. Besonders würdigte er das Debüt von Rafa Garcia. „Er war der beste Mann auf dem Platz, einfach überragend! Es freut mich auch, dass Peter Lettenbauer und Mario Krischel heute gestochen haben.“ Man könne nun mit breiter Brust am nächsten Samstag, 3. Oktober 2026, 15.30 Uhr ins Heimspiel gegen den SV Lohhof gehen. „Das ist ein Top-Spiel, das wird ein heißer Tanz“, prophezeit der 1860-Kapitän.
STENOGRAMM
Herren Kreisliga München, 6. Spieltag, Sonntag, 27.09.2026, 15 Uhr
TSV 54 – DJK München – TSV 1860 München III 0:11 (0:6)
Tore
0:1 Mario Krischel (1.), 0:2 Mario Krischel (26.), 0:3 Joel Deiga (28.), 0:4 Nicolas Barth (31.), 0:5 Rafael Peinado Garcia (33.), 0:6 Cornelius Fichtner (45.), 0:7 Nicolas Barth (52.), 0:8 Peter Lettenbauer (70.), 0:9 Mario Krischel (71.), 0:10 Mario Krischel (86.), 0:11 Josef Tohmaz (89.)
Gelbe Karten
Giuliano Rubenbauer, Theodor Rosendorf –
Zuschauer
60 Bezirkssportanlage Grohmannstraße
Schiedsrichter
Danny Krüger (Unterhaching); Assistenten: Martin Firyn (München), Max Zelger (München)


