Zwei Tore selbst erzielt und eins vorbereitet: Andre Araujo Orbegozo. Foto: Joachim Mentel
Die Löwen-Vierte feierte einen 4:3-Auswärtserfolg beim SC Amicitia München und ist damit seit drei Spielen ungeschlagen. Kurios: Von den sieben Treffern gingen drei ins eigene Netz. Für die Sechzger trafen zweimal Andre Orbegozo Araujo und Maximilian Schiedermeier sowie Leander Schröter ins eigene Tor.
Das Team von Trainer Sinisa Zurovac war vom Anpfiff weg gut in der Partie, ging sehr motiviert und konzentriert zu Werke, presste den Gegner früh und erzwang dadurch die Tore. Bereits in der 6. Minute fiel die Führung. Andre Araujo Orbegozo hatte durch die Schnittstelle auf Maximilian Schiedermeier gepasst, der lief halbrechts alleine auf den Torwart zu, traf gegen seinen Ex-Verein zum 1:0 ins lange Eck. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde legte Andre Araujo Orbegozo nach. Im Anschluss an einen Ballgewinn schalteten die Löwen schnell um, von außen kam das Zuspiel, das der Stürmer aus kurzer Distanz zum 2:0 vollendete (16.). Zwei Minuten später sogar das 3:0. Luan Santos hatte geflankt, Leander Schröter wollte klären, bugsierte den Ball dabei ins eigene Netz (18.). Auf der anderen Seite brachte die Hausherren ebenfalls ein Eigentor wieder heran. Lucca Kurpjuweit Santos im 1860-Tor hatte einen Schuss abgewehrt, den Nachschuss fälschte David Pace ins eigene Netz ab (21.). In der Folge hatten die Sechzger noch zwei glasklare Möglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. In der 34. Minute war es Andre Araujo Orbegozo, der mit seinem zweiten Treffer auf 4:1 stellte. Erneut war eine Pressingsituation der Ausgangspunkt. Anschließend passte Manase Mbimbu in die Mitte, wo Andre Araujo Orbegozo goldrichtig stand und erneut Keeper Matthias Krabbe überwand (34.). Durch einen Slapstick-Treffer konnte Amicitia vor der Pause verkürzen. Wie ein Ping-Pong-Ball sprang das Spielgerät durch den 1860-Strafraum, Diego Hones wollte klären, schoss dabei seinen Mitspieler Tobias Nowottnick an, von dessen Körper der Ball ins Tor sprang (44.).
Zunächst passierte im zweiten Durchgang wenig vor den Toren. Dann hatten die Gastgeber eine Ecke, die von den Löwen genau in die Mitte geklärt wurde. Leander Schröter kam aus 20 Metern zum Abschluss, Lucca Kurpjuweit Santos war die Sicht versperrt und so schlug die Kugel in seinem Tor zum Anschlusstreffer ein. Danach lockerte Amicitia die Defensive, warf alles nach vorne. „Wir sind drei, vier Mal im Eins-gegen-Eins auf den Torwart gelaufen, machen das Tor nicht“, haderte der 53-jährige Coach mit der Chancenverwertung. „Dann holt Lucca mit einer herausragenden Parade einen Schuss aus dem Winkel. Das war eine überragende Aktion“, lobte der Coach seinen Torhüter. „Nachdem uns der Gegner nicht bestraft hatte, wusste ich, dass wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben es dann ruhig zu Ende gebracht.“
Sinisa Zurovac sprach von bitteren Gegentoren, „weil sie aus dem Nichts kamen. Im Moment sind sie typisch für uns.“ Trotzdem sei der Erfolg hochverdient. „Es war ein Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Wir werden von Woche zu Woche besser, müssen aber noch einige Kleinigkeiten abstellen“, findet der Trainer, „aber mit der Entwicklung bin ich zufrieden.“
STENOGRAMM
Herren Kreisklasse München 4, 9. Spieltag, Sonntag, 18.10.2026, 13 Uhr
SC Amicitia München – TSV 1860 München IV 3:4 (2:4)
Tore
0:1 Maximilian Schiedermeier (6.), 0:2 Andre Araujo Orbegozo (16.), 0:3 Leander Schröter (18., Eigentor), 1:3 David Pace (21., Eigentor), 1:4 Andre Orbegozo Araujo (34.), 2:4 Tobias Nowottnick (44., Eigentor), 2:4 Leander Schröter (77.)
Gelbe Karten
Frederico Casadei, Hasan Taqi, Gabriel Kral – Andre Orbegozo Araujo
Zuschauer
25 SC Amicitia Sportanlage
Schiedsrichter
Anastasios Kamtsiklis


