Helene Pottendorfer parierte einen Foulelfmeter, rettete so den Sieg. Foto: Joachim Mentel

Die Löwinnen haben durch den 1:0-Erfolg über ihre hartnäckigsten Verfolgerinnen, die Spielgemeinschaft SV Sentilo-Blumenau/SV Pullach I, einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft getan. Das „Tor des Tages“ erzielte Stefanie Stepberger.

Es war alles angerichtet für ein Fußballfest. Beste äußere Bedingungen, dazu fanden 303 Zuschauer den Weg an den Sechser-Platz in der St.-Martin-Straße – natürlich vornehmlich Fans der Löwinnen, die ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten. Ihnen wurde alles geboten, weil das Team von Trainer Mariano Frate es versäumte, frühzeitig den Deckel draufzumachen.

Von Beginn an übernahmen die Spitzenreiterinnen das Zepter. „Wir haben mehr gedrückt, waren stärker, haben aber unsere Chancen nicht genutzt“, so der 53-jährige Coach der Löwinnen, der die Einstellung seines Teams lobte: „Der Wille und Kampfgeist waren der Wahnsinn, Herz und Kopf haben gepasst.“ Trotzdem dauerte es bis zur 66. Minute, bis der Führungstreffer für die Sechzgerinnen fiel. Sofia Endrizzi setzte sich auf der rechten Seite durch, steuerte Richtung gegnerisches Tor, überflankte dann die Abwehr, der Ball kam zu Stefanie Stepberger, die am zweiten Pfosten lauerte. Von der Fünfmeterkante traf sie erst den Innenpfosten des langen Ecks von dort kullerte die Kugel zum 1:0 über die Linie. Stefanie Stepberger die Freistoßspezialistin, die davor zweimal per Standard aus guter Position scheiterte, kann es auch anders!

Wer gedacht hatte, dass jetzt der Knoten endgültig geplatzt sei, wurde zehn Minuten später eines Besseren belehrt. Lena Gruber rutschte an der Außenlinie in die Gegnerin, spielte den Ball, doch Schiedsrichter Siegfried Tholl entschied zum Entsetzen der Löwinnen auf Elfmeter für Blumenau/Pullach. Aus dem Nichts heraus hatten plötzlich die Gegnerinnen die Chance zum 1:1-Ausgleich. Doch da war noch Helene Pottendorfer. Die Keeperin hielt den Strafstoß und sicherte damit den Sieg für die Löwinnen (80.). „Den hat sie super herausgeholt“, bekam sie ein dickes Lob ihres Trainers. „Es zeigt, dass wir als Team funktionieren!“

Mariano Frate bedankte sich ausdrücklich bei den Ersatzspielerinnen, die immer bereit seien und so einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leisten würden. „Ich habe bewusst keine Spielerin ein- oder ausgewechselt, da jede auf dem Platz optimal agiert hat und ich keine Veränderungen vornehmen musste“, sagte er fast entschuldigend. „Trotzdem gilt mein Dank allen im Team. Dieses Spiel war definitiv wegweisend für die Meisterschaft. Drei Punkte sind der Lohn für unsere Hingabe, harte Arbeit und vollen Einsatz über die gesamte Saison. Wir tragen den Löwen auf der Brust und haben heute auch so gekämpft. Das ist es, was uns auszeichnet.“

Blumenau/Pullach hätte im gesamten Spiel nur fünf, sechs Minuten gehabt, „in denen sie gedrückt haben. Ansonsten war unsere Defensivverhalten wieder spitzenmäßig. Der Sieg war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Meisterschaft. Wir haben jetzt sechs Punkte Vorsprung und den besseren direkten Vergleich gegenüber unseren Verfolgerinnen. Wenn wir nächste Woche beim FC Fasanerie-Nord gewinnen, ist der Aufstieg perfekt. Das ist für uns alle das Schönste!“

Stefanie Stepberger (li.) erzielte das „Tor des Tages“. Foto: Privat


STENOGRAMM

Frauen Kreisklasse München 1, 15. Spieltag, Samstag, 27.04.2024, 15 Uhr
TSV 1860 München – SG SV Sentilo-Blumenau/SV Pullach I 1:0 (0:0)

Tore
1:0 Stefanie Stepberger (66.)

Gelbe Karten
Sofia Endrizzi – Melanie Wings

Bes. Vorkommnis
Helene Pottendorfer hält Foulelfmeter (88.)

Zuschauer
303 Sportanlage St.-Martin-Straße

Schiedsrichter
Siegfried Tholl

Fanartikel

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